Medienbildung ist zweifach bedeutsam. Einerseits für lebensweltliches Wissen, hier besonders in Bezug auf neue Erfahrungen, also die Bereitschaft der Menschen mit Medien neues, bis hierhin unbekanntes Wissen zu dem eigenen, bekannten Wissen zu machen. Also kennt der Benutzer das Medium welches er nutzt, aber das Ergebnis, also das, was er oder sie erfahren will, kennt er noch nicht.
Ist hier von einer Form der Neugierde die Rede?
Andererseits bieten Medien einen Raum für neue Prozesse, sie sind in bestimmten Branchen nicht mehr wegzudenken, durch ihre Nutzung können Menschen Informations- und Wissensprozesse erfahren. Zum Beispiel das Internet bietet unbegrenzte Möglichkeiten.
Oder ist das Internet begrenzt? Man kann nicht alles im Internet erfahren, es hat Grenzen, diese werden immer weiter ausgedehnt, sind also nicht feststehend, also verschiebbare Grenzen, aber nur weil sie dehnbar sind, ist das Internet trotzdem bergenzt, es kann nicht alles bieten, um den Bedürfnissen aller Menschen gerecht zu werden.
Die vier Dimensionen der lebensweltlichen Ordnung (I. Kant)
1. Was kann ich wissen?- Wissensbezug
Woher kommt eigentlich Wissen und wer ist für die jeweilige Quelle verantwortlich?
Hierzu fällt mir zum Beispiel Wikipedia ein, diese “Internetenzyklopädie” wurde von verschedensten Personen entwickelt, also jeder kann seine Wissensflut loswerden. Einen Artikel zu einem bestimmten Thema verfassen und subjektive Inhakte wiedergeben. Man kann sich nie sicher sein, ob das Wissen formal richtig ist.
2. Was soll ich tun?-Handlungsbezug
Hier spricht I. Kant von der Abschätzung des Einsatzes von der Nutzung des Wissens, also der Verantwortung des Gebrauchs von Wissen und den möglichen Folgen. Eng gekoppelt an die Frage “Was soll ich tun?” sind die Begriffe Moral und Verantwortungsbewusstsein, also was für Folgen hat das individuelle Handeln auf die Umwelt, andere Menschen, Familie…
3. Was darf ich hoffen?-Grenzbezug
Bei der dritten Frage geht es Kant um Vernunft, also wo sind Grenzen des bewiesenen Wissens? Was ist aber bewiesen, womit wir wieder bei der Frage “Was kann ich wissen?” wären. Das erforschte, also eingegrenzte Wissen hat in sich den Bezug zum Gegenteil, also Rationälität und Irrationalität…. So enthält Bildung in sich Reliogion, Mythen…also nichts Bewiesenes, Erforschtes.
D. Haraway veröffentlichte ein Werk, in dem sie beschrieb, das Menschen sich in Zukunft in komlpexen ändern. Die menschliche Identität wird sich in Kommunikations- und Datenwelten bewegen. Das menschliche Sein wird von Grenzerfahrungen und -überschreitungen geprägt sein.
4. Was ist der Mensch?-Biographiebezug
Alle vorherigen Fragen von Kant laufen auf die vierte Frage hinaus, also auf das grundlegende Verständnis vom Menschsein überhaupt. Was ist für den Menschen wichtig zu wissen und wie ordnet er oder sie es ein? Also die Verarbeitung der Zusammenhänge des großen Ganzen.
Mediale Artikulation und der Aufbau von Orientierungswissen
Oreintierungswissen beeinhaltet immer auch eine soziale Komponente, denn jedes Individuum ist unterschiedlich, nicht nur auf Grund von Erfahrungen und Erziehung, familiären Zusammenhängen, Partizipation im Freundeskreis, sondern auch und vor Allem in der heutigen, sich schnell verändernden Welt und ihren unzähligen Aspekten.
Zur Anthropologie der Artilulation fällt mir das “vier Augen und vier Ohren-Modell” von Schultz von Thun ein, man atikuliert sich immer irgendwie, auch wenn man nichts sagt, man sendet immer Signale und Botschaften.